Digitale Kanzlei DATEV 2022: DATEV Siegel für Steuerberater

Das Unternehmen DATEV hat sich als IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer sowie Rechtsanwälte in Deutschland einen Namen gemacht. Bei der DATEV handelt es sich um eine eingetragene Genossenschaft. Anhand der Vergabe des LabelsDigitale DATEV-Kanzlei“ bietet DATEV den Unternehmen umfassende Unterstützung auf dem Weg zur Digitalisierung. Die DATEV erfasst den jeweiligen Digitalisierungsgrad der Kanzleien. Damit hilft das Unternehmen den Kanzleien, sich besser am Markt zu positionieren und als Arbeitgeber attraktiv auf neue Mitarbeitende zu wirken.

Die Kriterien, die für die Vergabe des Labels entscheidend sind, werden jedes Jahr neu festgelegt. Alle DATEV-Mitglieder können das Label kostenlos erhalten, um ihre digitalen Fähigkeiten am Markt zu präsentieren. Um eine digitale Kanzlei DATEV zu werden, müssen selbstverständlich alle dafür geforderten Kriterien erfüllt sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • „Digitale DATEV-Kanzlei“ ist ein Siegel, welches die DATEV kostenlos an qualifizierte Steuerberater-Kanzleien vergibt.
  • Um das Siegel zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien in Bezug auf die Digitalisierungquote erfüllt sein.
  • Die Kriterien gelten für die Bereiche Rechnungswesen, Personalwirtschaft und Steuern. Zudem muss jede Kanzlei ein Profil bei „DATEV SmartExperts“ vorweisen können.
  • Anhand des Siegels können Mandanten Kanzleien identifizieren, die einen hohen Digitalisierungsstandard aufweisen.

Das Label „Digitale Kanzlei“ (Steuerberater)

Der zuständige Kundenverantwortliche der DATEV verleiht ab Mitte Januar 2022 das Label „Digitale DATEV-Kanzlei“ für das kommende Jahr. Das Label ermöglicht Mandanten und Nachwuchskräften, die digitale Leistungsfähigkeit der Kanzleien zu erkennen. Nur Mitglieder von DATEV, die anhand des „DATEV Digitalisierungs-Cockpits“ digitalisierte Arbeitsprozesse vorweisen und die geforderten Kriterien erfüllen, erhalten dieses Label.

Um die Auszeichnung „Digitale Anwaltskanzlei“ bekommen, müssen die Kanzleien Jahr für Jahr schwierigere Anforderungen erfüllen. Diese beziehen sich auf die Digitalisierungsquote in den Bereichen Rechnungswesen, Lohn- und Steuerwesen nachweisen. Das Label wird dementsprechend jedes Jahr aufs Neue vergeben.

Die DATEV vergibt das Siegel „Digitale Kanzlei DATEV". Dafür müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. (Quelle: DATEV eG)
Die DATEV vergibt das Siegel „Digitale Kanzlei DATEV“. Dafür müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. (Quelle: DATEV eG)

Möglichkeiten, die eine „Digitale Kanzlei“ bietet

Durch die fortschreitende Digitalisierung lassen sich administrative Tätigkeiten verringern und die digitalen Prozesse der Kanzleien werden gestärkt. Die DATEV unterstützt die Kanzleien in ihrem Prozess, eine digitale Steuerberater-Kanzlei zu werden.

Die Buchhaltung und Lohnabrechnung lassen sich dank DATEV vollständig digital bearbeiten. Es ist nicht mehr notwendig, Dokumente zu sammeln und ins Büro zu bringen. Die Mitarbeitenden können dank der DATEV von überall aus digital arbeiten und jederzeit auf die Dateien zugreifen. Onlineshops sowie Zahlsysteme lassen sich einfach in die Buchführung integrieren. Auch ein automatisches Mahnsystem lässt sich digital einrichten.

DATEV bietet auch digitale Lösungen für das Ablegen der Einkommensteuererklärungen an. Mittels „Meine Steuer“ lassen sich die Quittungen jederzeit in eine digitale Datei hochladen, ohne Dokumente an die Kanzlei überweisen zu müssen. Die Quittungen lassen sich dank DATEV digital ablegen, sodass keine Dokumente zusammengestellt werden müssen.

Einfachere Handhabung der Kanzleiorganisation

Die Organisation der Kanzlei lässt sich digital einfacher und effektiver handhaben. Die Automatisierung und die Digitalisierung der Arbeitsprozesse helfen, Zeit und Geld einzusparen.

Einfache Zusammenarbeit im Team

Dank der digitalen Optimierung können die Mitarbeitenden optimal zusammenarbeiten. Anhand des zentral zur Verfügung stehenden Dokumentenmanagementsystems können verschiedene Inhalte digital gespeichert und für alle Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden. Dadurch lassen sich gewisse Inhalte schneller finden. Zudem lassen sich die Bearbeitungsschritte eines Dokuments transparent nachverfolgen.

Effizientere Kommunikation mit den Mandanten

Anhand der Cloud-Portale und mobiler Anwendungen können Berater schneller mit Kunden interagieren. Mittels moderner Kommunikationstechnologien erweitern etwa die Steuerberater ihr Serviceangebot und betreuen ihre Mandanten dadurch bundesweit effizienter. Dieses Beratungsangebot können die Kanzleien zeit- und ortsunabhängig anbieten. Durch virtuell angebotene Dienstleistungen können die Kanzleien außerdem neue Kundengruppen dazugewinnen.

Anhand der Cloud-Lösung lassen sich Quittungen bequem per Smartphone erfassen. Speziell für die Kundenkommunikation programmierte Anwendungen ermöglichen Steuerberatern und Kunden den sicheren Austausch von Informationen und von Dokumenten. Steuerberater haben Dank der digitalen Kanzlei zu jeder Zeit Einblick in wichtige Daten und können frühzeitig die Kunden beraten. Zudem können anhand der digitalen Kanzlei Steuerberater ihr digitales Wissen nutzen und Kunden in digitalen Angelegenheiten besser betreuen.

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Digitale Kanzlei DATEV

Damit Kanzleien das Label „Digitale Kanzlei DATEV 2022“ bekommen, müssen sie einige Kriterien im Bereich ihres Digitalisierungsgrads nachweisen. Für das Jahr 2022 hat DATEV sechs Kriterien bestimmt. 

Drei Kriterien beziehen sich auf den Bereich Rechnungswesen, zwei Bedingungen müssen im Bereich Personalwirtschaft nachgewiesen werden. Erstmalig gibt es zusätzlich ein Kriterium aus dem Bereich „DATEV Meine Steuern“, welches erfüllt werden muss. Zudem müssen die Kanzleien als letzte Bedingung ein Kanzleiprofil bei „DATEV SmartExperts“ veröffentlicht haben.

Unternehmen, die die Werte für das Jahr 2022 erfüllen, können ab Januar 2022 das Label „Digitale DATEV-Kanzlei 2022“ von der DATEV erhalten.

Kriterien: Digitale Kanzlei DATEV 2022

DATEV vergibt das Label „Digitale Kanzlei DATEV“ ab Mitte Januar 2022. 

  • Die allgemeine Digitalisierungsquote bleibt unverändert bei mindestens 70 %.
  • Die erforderliche Quote im Bereich Bankwesen beträgt neu mindestens 70 %.
  • Der Anteil der Mandanten mit digitalen Belegen beträgt mindestens 40 %.
  • Im Bereich Personalwirtschaft bleibt die Digitalisierungsquote im Bereich Bewegungsdaten unverändert bei mindestens 10 %.
  • Auch der Anteil der Mandanten, die „DATEV Arbeitnehmer online“ nutzen, beträgt unverändert mindestens 5 %.
  • Weiterhin gilt, dass die Kanzleien ein Kanzleiprofil bei „DATEV SmartExperts“ veröffentlicht haben müssen.
  • NEU: Im Bereich Steuern hat DATEV den Anteil der Mandanten mit digitalen Belegen für die Einkommensteuer auf mindestens 5 % festgelegt.

Die verantwortlichen Mitarbeiter beraten alle Interessierten hinsichtlich der zu treffenden Maßnahmen, die zu einer Digitalisierung der Arbeitsprozesse führen. DATEV rät ihren Mitgliedern, die Digitalisierung der Arbeitsprozesse weiter voranzutreiben. Dann kann geprüft werden, ob das Unternehmen die erweiterten Anforderungen erfüllen.

Mehr Informationen zu den einzelnen Kennzahlen aus dem Digitalisierungs-Cockpit der DATEV finden Sie hier.

DATEV SmartExperts

Mit DATEV SmartExperts“ präsentiert sich das Unternehmen auf der DATEV-Seite mit einem eigenen Profil. Interessierte, potenzielle Kunden können einen ersten Eindruck von den digitalen Kompetenzen der Kanzleien gewinnen. 

Des Weiteren können die Kanzleien anhand der „DATEV SmartExperts“ auch die Spezifikationen interessierter Kunden speichern. Denn mit „DATEV SmartExperts“ lassen sich Merkmale vergleichen, welche die potenziellen Mandanten sowie die Steuerkanzleien voneinander erwarten. Dank „DATEV SmartExperts“ können interessierte Kunden und die Unternehmen ihre Erwartungen kundtun und sich so gegenseitig kennenlernen.

Wie bekommen Kanzleien das Label „Digitale Kanzlei DATEV“?

Über das „DATEV Digitalisierungs-Cockpit“ können die einzelnen Kanzleien ihren Digitalisierungsgrad berechnen. Bestimmend für eine Auszeichnung sind die ausgewählten Kennzahlen sowie ein veröffentlichtes Kanzleiprofil auf „DATEV SmartExperts“.

Für die Labelvergabe für das Jahr 2021 berücksichtigte DATEV im „DATEV Digitalisierungs-Cockpit“ eingereichte Arbeiten bis zum 31. Dezember 2021.

Die Kriterien für das „Label 2021“

Unternehmen, die die geforderten Werte und Kennzahlen für das Labe erfüllen, bekommen seit Januar 2021 das Label „Digitale DATEV-Kanzlei 2021“ von DATEV. Das Label für das Jahr 2021 wird letztmals im Januar 2022 ausgestellt.

Um das „Label 2021“ zu erhalten, müssen die Kanzleien die folgenden Kennzahlen nachweisen:

  • Die allgemeine Digitalisierungsquote beträgt mindestens 70 %.
  • Im Rechnungswesen ist eine Digitalisierungsquote ab 70 % erforderlich.
  • Mandantenanteil mit digitalen Belegen mindestens 40 %.
  • In der Personalwirtschaft beträgt der Anteil der Mandanten, die „DATEV Arbeitnehmer online“ nutzen, mindestens 5 %.
  • Die Digitalisierungsquote der Bewegungsdaten bei mindestens 10 %.
  • Weiterhin gilt, dass die Kanzleien ein Kanzleiprofil bei „DATEV SmartExperts veröffentlicht haben müssen.

Vergleich der Kriterien 2019 – 2022

Die Kriterien für das Label „Digitale DATEV-Kanzlei“ verändern sich mit den Jahren immer mal wieder und werden strenger ausgelegt. Seit der erstmaligen Vergabe für das Jahr 2019 hat sich also bereits einiges geändert. Einen Vergleich der Kriterien über die Jahre (inklusive der neuen Zahlen für 2022) finden sie von der DATEV bereitgestellt direkt hier.

Mehr zum Label „Digitale DATEV-Kanzlei“ und zertifizierten Kanzleien

Sie halten nach einer digitalen DATEV-Kanzlei Ausschau? Auf der Website der Genossenschaft finden Sie einen Überblick zur Zusammenarbeit mit einer digitalen DATEV-Kanzlei und eine Übersicht der zertifizierten Kanzleien.

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Häufig gestellte Fragen zur digitalen DATEV-Kanzlei

Was ist eine digitale DATEV-Kanzlei?

Das Label „Digitale DATEV-Kanzlei“ wird seit 2019 von der DATEV verliehen. Ausgezeichnet werden Kanzleien, die bestimmte Kriterien in Sachen Digitalisierung erfüllen. Diese Kriterien werden von Jahr zu Jahr neu festgelegt. Dementsprechend müssen sich Kanzleien jedes Jahr aufs neue bemühen, um das Label erneut zu erhalten.

Welche Kriterien benötigt man für „Digitale Kanzlei DATEV 2022“?

Insgesamt werden sechs unterschiedliche Kriterien gefordert. Drei Kriterien beziehen sich auf den Bereich Rechnungswesen, zwei Bedingungen müssen im Bereich Personalwirtschaft nachgewiesen werden. Erstmalig gibt es zusätzlich ein Kriterium aus dem Bereich „DATEV Meine Steuern“, welches erfüllt werden muss. Zudem müssen die Kanzleien als letzte Bedingung ein Kanzleiprofil bei „DATEV SmartExperts“ veröffentlicht haben.

Welche Kriterien benötigt man für „Digitale Kanzlei DATEV 2021“?

Das Label wurde für das Jahr 2021 letztmalig im Januar 2022 vergeben. Die allgemeine Digitalisierungsquote muss mindestens 70 % betragen. Im Rechnungswesen ist eine Digitalisierungsquote davon mindestens 70 % erforderlich, der Mandantenanteil mit digitalen Belegen muss mindestens 40 % betragen. Mehr erfahren zur digitalen Kanzlei DATEV 2021.

Was sind „DATEV SmartExperts”?

Mit „DATEV SmartExperts“ präsentiert sich eine Kanzlei auf der DATEV-Seite mit einem eigenen Profil. Potenzielle Kunden können einen ersten Eindruck von den digitalen Kompetenzen der Kanzleien gewinnen. Des Weiteren können auch die Kanzleien anhand der „DATEV SmartExperts“ die Spezifikationen interessierter Kunden einsehen. Es ist somit für beide Seiten möglich Merkmale zu vergleichen, welche die potenziellen Mandanten sowie die Steuerkanzleien voneinander erwarten.

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